Programm
Barrierefreiheit auf diesem Event
Assistenzhund willkommen
Barrierefreie Anreise mit ÖPNV
Barrierefreie Toilette
Begleitperson frei
Keine störenden Lichteffekte
Zugänglich mit Rollstuhl
Behindertenparkplätze vorhanden
Ruheraum
Awareness Team
Untertitel
Induktionsschleife vorhanden
Mehr Punk wagen?!
Panel
17. April, 12:00–13:00
Cinenova - Stage 2
Das Panel widmet sich den Zusammenhängen von Kunst, politischer Verantwortung und kultureller Resilienz im Zeichen eines gesellschaftlichen Rechtsrucks.
Ausgangspunkt ist Kay Voges’ künstlerische Praxis am Wiener Volkstheater und jetzt am Schauspiel Köln, in der er durch performative Provokation gesellschaftliche Verantwortung und ästhetischen Widerspruch produktiv verschränkt. Seine Position verkörpert eine Theaterpraxis, die das Politische im Ästhetischen sucht und Reflexion durch Irritation erzeugt.
Elke Kuhlen bringt als Festivalleiterin der c/o pop eine popkulturelle Perspektive ein und steht für die Frage, wie sich Musik- und Stadtkultur gegenüber politischen Vereinnahmungen behaupten können. Timo Warkus, Sänger der Band Team Scheisse, steht für eine gegenwärtige Punkhaltung, die als „poltrige Pulsmesserin der Republik und Seismogräfin gesellschaftlicher Spannungen“ (so der Autor Marco Nehmer im RND) werden kann – roh, direkt und widerständig.
Joe, die Bassistin der Band The Red Flags, hat „keinen Bock [ihre] Fresse zu halten“ und formuliert damit einen Anspruch auf Sichtbarkeit und klare Positionierung. Punk wird hier als Praxis verstanden, die sich bewusst gegen Schweigen und Anpassung richtet und Widerspruch öffentlich artikuliert.
Zentrale Themen sind die Notwendigkeit künstlerischer Provokation als Form demokratischer Wachheit, die Gefahr der kulturellen Selbstzensur sowie die Frage, wie Kunst- und Kulturbetriebe auf populistische Diskursverschiebungen reagieren können, ohne ihre offenen Werte preiszugeben.