5 Fragen an …
5 Fragen an Dina Mönster
Schon in ein paar Tagen ist sie Speakerin bei der Convention, vorher könnt ihr hier lesen, was Dina Mönster, die bei Youtube Music arbeitet, rät, um auf Youtube erfolgreich erfolgreich zu sein und zu bleiben, wie man ein authentischer Storyteller wird und welche Rolle Formate wie Shorts, Livestreams und Co im Vergleich zu klassischen Musikvideos spielen. Viel Spaß mit unseren »5 Fragen an …«:
Gibt es ein YouTube-Video, das dich und deine Wahrnehmung der Plattform besonders geprägt hat – so eine richtige Core Memory?
Meine Core Memory ist definitiv das »Genie in a Bottle«-Musikvideo von Christina Aguilera. Als damals absoluter Superfan lief es bei mir in Endlosschleife (ich kann bis heute die komplette Choreo, die im Musikvideo zu sehen ist, stay tuned für die Moves auf der Stage 9). Ansonsten ist »Me at the Zoo« als allererstes Youtube-Video, das 2005 jemals auf die Plattform hochgeladen wurde, natürlich ikonisch!
Was ist deiner Meinung nach der wichtigste Indikator, um auf Youtube erfolgreich zu werden und anschließend langfristig zu bleiben?
Ganz klar: Eine konsequente Multi-Format-Strategie. Es geht darum, den Spagat zwischen schneller Entdeckbarkeit via Shorts und echtem Storytelling im Langformat zu meistern. Durch dieses Zusammenspiel entsteht eine 360-Grad-Sichtbarkeit, die neue Fans gewinnt und die bestehende Community langfristig an den Kanal bindet.
Short-form-Content dominiert immer mehr. Besteht die Gefahr, dass Künstler*innen mehr Content-Creator sein müssen als Musiker*innen?
Sie müssen vor allem eins bleiben: Authentische Storyteller. Mein Rat: Nutzt Short-Form nicht als Zusatzjob, sondern als digitales Backstage-Ticket. Egal ob Studio-Vibe, Songwriting-Snippet oder Tour-Chaos – dieser Content ist kein Ablenkungsmanöver, sondern die Einladung zu eurer Welt. Am Ende ist die Formel recht simpel: Shorts wecken die Neugier, aber der Longform-Content gewinnt das Herz und erzählt eure Geschichten.
Welche Rolle spielen Formate wie Shorts, Livestreams oder Behind-the-Scenes-Content heute im Vergleich zu klassischen Musikvideos?
Früher war das Musikvideo das einzige Highlight alle paar Monate. Heute ist es das Flaggschiff, aber Shorts und Behind-the-Scene sind der Treibstoff, der alles am Laufen hält: Shorts sind der Teaser: Sie triggern die Neugier und treiben die Discovery an. BTS & Livestreams sind der Anker: Sie bauen die emotionale Bindung auf. Musikvideos sind das Statement: Sie bleiben das künstlerische Herzstück.
Ihr seid Speaker bei der diesjährigen c/o pop Convention. Welchen weiteren Programmpunkt könnt ihr empfehlen oder wollt ihr euch vor Ort gerne anschauen?
Als Österreicherin schlägt mein Herz natürlich für den Sound aus der Heimat – deshalb ist der Auftritt von Laurenz Nikolaus für mich ein absolutes Muss. Ich freue mich riesig, die Band endlich live zu sehen! Fachlich zieht es mich zum Panel »Der Club Euro«. Meine eigene Reise in Berlin begann damals hinter der Bar im Watergate. Für mich ist Clubkultur ein schützenswertes Kulturgut, das wir nicht nur feiern, sondern aktiv bewahren und fördern müssen.
Aufgewachsen in Österreich, legte Dina Mönster den Grundstein im internationalen Marketing mit einem Diplom in International Business. Ihre berufliche Laufbahn begann bei adidas, wo sie sieben Jahre lang im Bereich Global Entertainment & Influencer Marketing tätig war. In dieser Zeit arbeitete sie eng mit zahlreichen nationalen und internationalen Musiker*innen zusammen und verantwortete die erfolgreiche Umsetzung vieler großer Marketingkampagnen im Musikbereich. Vor drei Jahren wechselte Dina zu Google/Youtube Music, wo sie zunächst als Artist Relations Managerin arbeitete. Durch diese Position bekam sie direkten Kontakt zu Labels und vertiefte ihr Wissen über die Musikindustrie. Heute ist sie bei Youtube Music für Artist & Label Partnerships in GSA & CEE zuständig, wo sie ihre umfassende Erfahrung und ihr Netzwerk gezielt einsetzt, um Künstler*innen und Labels zu unterstützen.